Unsere Englandreise begann nicht erst Ende März 2026, sondern deutlich früher. Bereits in den Wochen vorher begannen wir, begleitet durch unsere Englischlehrerinnen Frau Meier und Frau Löffelholz, einiges von dem zu bereisenden Land in Erfahrung zu bringen. Unter anderem lernten wir etwas über das Leben des Schriftstellers und Poeten William Shakespeare und dessen Frau Anne Hathaway, das uns später natürlich weiterhelfen sollte (siehe 2. Tag unserer Englandreise).
Der Tag der Abreise kam dann schneller als gedacht und am Sonntagabend, dem 22.03.2026, fanden wir uns im Bus auf dem Weg nach Großbritannien wieder. Nach ungefähr 16 Stunden Fahrt erreichten wir unseren ersten Stop in England: Windsor Castle. Ein wunderschönes Schloss mit verwunschenen Mauern und Gässchen und eine der derzeitigen Hauptresidenzen von King Charles. Nachdem wir uns also einen nachhaltigen Eindruck verschafft und viele Fotos von der Umgebung gemacht hatten, ging es zurück zum Bus und die letzten zwei verbleibenden Stunden wurden angetreten. Am selben Montag, zwei Stunden später, waren wir auch schon an unserem Ziel. 18 Stunden Busfahrt lagen nun hinter uns, Stratford war endlich erreicht und die Vorfreude auf das Leben in einer englischen Gastfamilie war riesengroß. Gleich darauf wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt, bei denen wir die nächsten drei Nächte verbringen sollten. Nach freudiger Begrüßung gab es eine kurze Einführung in das Gastfamilienleben, ein paar Regeln für uns und weitere Infos für den nächsten Tag, bevor die dringend benötigte Nachtruhe einsetzte.
Den zweiten Tag unserer Englandfahrt begannen wir in Stratford upon Avon. Dies war der Geburtsort von Shakespeare und dementsprechend gab es viel für uns zu erfahren und unsere Vorkenntnisse anzuwenden. Zunächst hatten wir kurz Zeit, die Stadt, verbunden mit einer Art Schnitzeljagd, zu erkunden. Danach besuchten wir das tatsächliche Geburtshaus von William Shakespeare. Es war eindeutig sehr spannend zu sehen, wie die Menschen damals gelebt haben. Später hatten wir noch Zeit, die hiesigen Geschmäcker zu erkunden und nach Souvenirs Ausschau zu halten. Am Nachmittag besuchten wir Warwick Castle, eine riesige Burg, deren Ursprünge auf das 11. Jahrhundert zurückgehen. Drei Stunden - viele Treppen, dunkle Keller, unzählige Fotos und eine tolle Vogelschau später - beendeten wir unseren zweiten Tag in England und fuhren zu unseren Gastfamilien zurück, wo es dann - typisch englisch - Pommes mit Essig gab.
Der dritte Tag war gefüllt mit einem der besuchenswertesten Orte (meiner Meinung nach): Oxford, eine wunderschöne Universitätsstadt. Wir begannen den Tag mit einem kurzen aber eindrucksvollen Besuch des Blackwell's Buchladen. Danach wurden wir von engagierten Oxford-Studenten über die wichtigsten Gegebenheiten zur Entstehung von Oxford und der Colleges informiert. Parallel dazu führten uns unsere Guides durch die Straßen der Universitätsstadt und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Anschließend blienb Zeit zur Selbsterkundung der engen Gassen, kleinen Märkte und den wunderschönen alten Gebäuden.
Der vierte und letzte Tag unserer Englandreise sollte gleichzeitig unser Abschied von unseren Gastfamilien sein, die Rückfahrt wurde angetreten. Hierbei gab es noch einen Höhepunkt der Reise, einen Zwischenstop in London, denn diese weltbekannte Stadt mussten wir natürlich auch gesehen haben. Der Ankunft folgte eine halbe Stunde Fahrt im "uber boat", ein Wasserboottaxi auf der Themse, und ein Jahrgangsfoto direkt im Schatten des Elizabeth Towers, mitunter Träger der 13,5 Tonnen schweren Glocke Big Ben. Nach der Zerstreuung des Jahrgangs in einzelne Gruppen wurden unter anderem Westminster Abbey und the Royal Horseguard besichtigt sowie der St. James Park zum Buckingham Palace durchlaufen, inklusive Beobachtung des dortigen Wachtwechsels.
Zum krönenden Abschluss des Abends suchten wir die Tower Bridge auf. Anschließend begann unsere Rückfahrt Richtung Heimat. Ein kleiner Zwischenfall durfte aber auch nicht fehlen, denn unsere Fähre hatte Verspätung und wir saßen für zwei Stunden am Hafen fest. Ansonsten verlief die Rückfahrt jedoch reibungslos. Wir ließen nacheinander England, Frankreich, Belgien und die Niederlande hinter uns und kamen wohlbehalten wieder in Deutschland an. Insgesamt war es eine sehr schöne Fahrt mit vielen Eindrücken und Erfahrungen, welche auch unsere Englischkenntnisse immer mal wieder erfolgreich auf die Probe gestellt haben.
Text: Anna Irene Dietrich 11a

Foto: Teresa Meier Bildunterschrift: Nach einer erlebnisreichen Woche voller interessanter Eindrücke positionierte sich der 11.Jahrgang zu seinem Abschiedsfoto im Schatten des Elizabeth Towers, am Westminster Pier, mit Blick auf London